Das Fahrrad und Ökotourismus in Litauen Das Fahrrad wird langsam ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil unseres Leben. Es ist heute ein Transportmittel, das benutzt wird, um den Arbeitsplatz zu erreichen, zur Schule oder zum Einkaufen zu fahren. Mit Hilfe eines Fahrrads gestaltet sich die Freizeit interessanter – nicht nur für junge Leute. Herr Tom Holk, ein Deutscher, der z.Z. in Litauen wohnt, nahm am 31. Januar 2006 für zwei Tage an der größten ökologischen Tourismus-Messe in Hannover in Deutschland teil. Dort entwickelte sich die Idee, ökologisch verträglichen Tourismus in den baltischen Staaten anzubieten. Wir sprachen mit Tom über die Messe und die Bedeutung des Fahrradsports in den Ländern Westeuropas
 Über was haben Sie sich mit den Messebesuchern unterhalten?Ich gehörte zum „Reisepavillon - Markt für alternativen Reisen". Dort sprach ich zu zwei Themen: Zum einen der Fahrradtourismusentwicklung in den baltischen Staaten und zum anderen anderen über die Sehenswürdigkeiten, Lage und Besonderheiten der regionalen und nationalen Parks Litauens und die Erholungsmöglichkeiten dort. Haben Sie von Ihren entspannenden Radtouren erzählt?
Selbstverständlich berichtete ich über den Fahrradtourismus in Litauen. Sie haben hier in Litauen eine Landschaft, die für den alternativen Tourismus geeignet ist. Man kann mit dem Fahrrad interessante Reisen in Litauen machen, und obwohl dieses Land nicht sehr bergig ist, gibt es von den vielen Aussichtsplattformen eine Menge zu sehen. Das baltische Archipel hat noch nicht so eine gute Infrastruktur für den Fahrradtourismus, jedoch die Kurische Nehrung ist touristisch bereits sehr gut erschlossen. Eine andere bequeme Tour könnte von Klaipeda nach Riga oder von Riga nach Tallinn sein. Eine Herausforderung für begeisterte Fahrradtouristen ist es dagegen, von Riga nach Estland an der Küste Lettlands entlang zu fahren.
Über welche Alternativen außer Fahrrädern sprach man noch auf der Messe?
Andere haben z.B- Wassertourismus vorgestellt, Kajaktouren oder Reisen durch die National-, Regional- sowie Reserveparks. Dort sah man interessierte Reiseanbieter und -organisatoren von weit her. Es gibt noch immer heiße Debatten darüber, ob Fernreisen ökologisch sein können. Aber Litauen hat eine schöne Natur, die es zu erhalten gilt. Deshalb setze ich auf den Ökotourismus. Dieses Land hat die besten Voraussetzungen dazu.
Soll ich Ihnen die Wahrheit sagen? Es gibt nichts schöneres als Litauens Küste und die Kurischen Nehrung
Kann man diese Schönheit bereisen?
Ja, aber das Beste ist: Wunderschöne und ruhige Wälder und Seen, wie sie hier so zahlreich zu finden sind, sind hier nichts besonderes. Auch andere Länder auch die Schlösser und Seen. Aber ganz spezielle Reize hat die Kurische Nehrung. Wenn Sie durch einen der litauischen nationalen oder regionalen Parks reisen, fühlen Sie die unberührte Natur. Wenn Sie möchten, sind Sie ganz für sich allein, so weit das Auge blickt. Dieses ist Komfort für die Seele! Wo haben Sie das sonst noch? Bestimmt nicht, wo tausende von Touristen hintereinander einen Berg hinauf kletter
Also ist Litauen ein Land für die, die für die neuen Eindrücke und den geistigen Frieden suchen?
Die, die das suchen, werden es finden. Gleichwohl können wir ihnen dabei helfen. Als zum ersten Mal ein Dokumentarfilm über die Kurische Nehrung in Deutschland gezeigt wurde, stieß er auf reges Interesse, aber fehlte an weiteren Informationen. Jetzt aber nicht mehr
Können Sie den Fahrradtourismus in Westeuropa und in Litauen vergleichen?
Man sollte unterscheiden: Fahrradtourismus bedeutet reisen mit dem Fahrrad in der Freizeit, und nicht nur mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen. Jedes Westeuropa Land hat da eigene Traditionen: Die Holländer werden mit Fahrrädern geboren. Für sie ist es von klein auf ein Fortbewegungsmittel. Die Deutschen fahren Fahrrad in erster Linie in der Freizeit, die Franzosen fahren meistens Sportfahrräder. Diese Sportfahrräder sind auch in Estland sehr populär. Da finden oft Fahrradwettkämpfe statt, aber als Fortbewegungsmittel werden sie dort kaum benutzt. Österreich hatte bis vor 15 Jahren kaum Fahrradtourismus. Aber es hat ein Netz an Fahrradwegen ausgebaut. Für Radfahrer gibt es jetzt dort eine Menge Touren. Litauer ziehen es vor, das Fahrrad mehr in ihrer Freizeit zu benutzen. Es ist keine Konkurrenz zum Auto, denn genau wie anderswo haben die meisten Familien Autos und Fahrräder. Und genau wie anderswo zieht man auch hier das Auto vor, wenn man vom Vorort in Vilnius zur Arbeit ins Zentrum fährt – sei es aus Bequemlichkeit oder der Sicherheit wegen. Nur auf dem Lande überwiegt die Fortbewegung mit dem Fahrrad .Hier finden Sie interessante Fahrradroute Lesen Sie mehr Urlaubsberichte:
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