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Berichte über die Regionen Litauens Alte und neue Legende von Trakai

Alte und neue Legende von Trakai

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2006-11-29

 

Jedes Land hat bestimmte Orte, wo man sich richtig entspannen kann. Manche Menschen entscheiden sich für aktive Freizeit, andere wählen lieber ruhige Erholung. Es gibt nicht so viel Orte aber, wo man beide Freizeitformen finden kann. Die Ortschaften gelten aber als richtige Luxuserholungsstätten. Eben Trakai, die nur 30 km von Vilnius entfernte Stadt, entspricht allen diesen Kriterien.

Diese kleine Stadt zählt zu herrlichsten Orten Litauens. Von drei Seen umgeben liegt Trakai in einer der schönsten Naturecken. Als ein der bedeutendsten Seen von Trakai gilt der Galve-See. Auf diesem im östlichen Teil 47 Meter tiefen See liegen 21 Inseln. Einer Legende zufolge, der See friert nicht zu, bis ein Mensch nicht ertrinkt. Um das Unglück zu vermeiden, opferten die Leute früher jedes Jahr einen künstlichen Kopf. Drei solcher Köpfe wurden im Galve-See gefunden. Man vermutet, der Name sei aus diesem Wort entstanden (aus dem Litauischen galvaKopf). Auf den Weg nach Trakai von Vilnius findet man rund 30 Seen. Vor ca. 13 tausend Jahre wurde die Landschaft hier durch einen Gletscher geformt. Während des „Rückzuges" hat er viele Hügel und Seen hinterlassen. Naturliebhaber können hier mit wunderschönen Naturblicken übersät werden.

Aber nicht nur Natur zieht Besucher nach diese historische Hauptstadt Litauens an. Eine Fülle von historischen Denkmälern erzählt die Geschichte Litauens auf ganz anderer Weise. Ehemaliger Residenzplatz der litauischen Großfürsten repräsentiert noch heute angemessen Litauen für Landesgäste. Ehrwürdige Gäste (Königin von Dänemark Margareth II, König von Schweden Karl XVI Gustav mit der Königin Silvia, die Präsidenten von Estland, Griechenland, Island, Kasachstan, Lettland, Polen, Mazedonien, China sowie Ministerpräsidenten, Minister und Diplomaten) aus anderen Ländern werden hier empfangen und Staatsverträge werden unterzeichnet.

Heutzutage bewirbt sich Trakai (im 13. Jh. gegründet) um das von der UNESCO geschützte Verzeichnis des Natur- und Kulturerbes. Das harmonische Zusammenspiel von Natur und Kulturen macht Trakai zu einem besonderen Anziehungspunkt für Touristen.

Als der wichtigste Anziehungspunkt gilt die Inselburg. Ende des. 14. Jh. inmitten des Galve-Sees gebaute Burg ist die einzige Burg ihrer Art in Osteuropa. Man erzählt, dass litauische Großfürster die Burg mithilfe des geheimen Weges erreichte, der über den See ging. Aber ob diese Legende stimmt, ist strittig. Seit der Mitte des 20. Jh. ist die Burg restauriert worden und hier sind verschiedene Ausstellungen untergebracht. Die Inselburg gilt als sehr populärer Veranstaltungsort in Trakai. Das jährliche Sommer-Fest des nationalen Opern- und Baletthauses sowie Konzerte der Altmusik sind unter den Trakai-Besucher schon eingebürgerte Tradition.

Es gibt zwei Teile von Trakai, nämlich, die Alte-Trakai und die Neue-Trakai. Die Alte-Trakai gilt als Heimatstadt des litauischen Großfürsten Vytautas, der Litauen im 15 Jh. bis zum Schwarzen Meer ausgedehnt hat. Damals zählte Litauen zu den mächtigsten Staaten Europas. Die Halbinselburg in Alt-Trakai wurde im 14. Jh. während der Kämpfe gegen den Kreuzritterorden zerstört und nie wieder aufgebaut. Jetzt finden hier Mittelalter-Feste, Handwerker-Tage und Ritterkämpfe statt. Jedes Jahr kommen tausende Gäste. Laut Legende wurden auf dem höchsten Ort der Halbinsel heidnische Rituale durchgeführt und Opfer den heidnischen Göttern erbracht.

Trakai zählt auch zu den Städten Litauens, wo es am meisten Toleranz gibt. Der Großfürst Vytautas hat hier im 14. Jh. Karäer untergebracht. Sie genossen das Sonderecht beim Großfürsten, sollten aber die Pflichten der Leibwache erfüllen. Noch heute kann man Vertreter dieser nationalen Minderheit in Trakai treffen und ihre Nationalgericht Kibinai schmecken. Karäer haben auch ihr Gotteshaus Kenessa.

Eine noch sehr interessante Sehenswürdigkeit von Trakai ist der in der Mitte des 16. Jh. am Ufer des Galve-Sees entstandene Gutshof von Uzutrakis. Der letzte Besitzer war der berühmte Graf Tyszkiewicz. Der zweistöckige, regelmäßige mit vier monumentalen Fassaden versehene Palast von Uzutrakis ist im Neorenaissance-Stil gebaut und ist bewundernswert.

Was Freizeit in Trakai betrifft, es ist empfehlenswert, Natur auf einer der Fahrradtouren zu genießen. Noch besser lässt sich die Vorteile der Schönheit der litauischen Natur auf einer Yachtreise wahrzunehmen. Trakai ist für luxuriöse Wassersportarten bekannt: Yachtsport, Regatten, Paddelbooten... Im Sommer hat man viele Möglichkeiten, litauische Hochzeiten zu betrachten, denn ehemalige Residenz wird von Brautpaare gerne besucht. Vom Boot aus lassen sich Sehenswürdigkeiten von Trakai noch besser zu genießen.

Entzückende Natur, historische Denkmäler und eine große Vielfalt von Vernügungstätigkeiten sind der alten Hauptstadt Litauens eigen. Nicht nur alte, aber auch neue Legende laden zum Besuch ein...


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